OER in der Region: Einblick in den letzten Runden Tisch der TU Kaiserslautern

Nun ist er schon wieder fast einen Monat her – nach der Sommerpause möchte ich aber dennoch den letzten Runden Tisch der TU KAiserslautern nochmals in Erinnerung rufen und unsere Einsichten teilen. Beim dritten Runden Tisch der OERlabs der TU Kaiserslautern am 19. Juli 2018 lag die Perspektive auf offener Bildung in der Region im Fokus. Trotz der Sommerpause und des guten Wetters hatten sich zahlreiche Gäste in die Rotunde begeben, um gemeinsam darüber zu diskutieren, wie offene Bildung in der Region gelingen kann, welche Perspektiven OER dazu bietet und wie es gelingen kann, eine  eine gemeinsame Bildungspraxis zwischen Schule, Hochschule und sonstigen Bildungseinrichtungen zu gestalten.

Dr. Stefan Löhrke, Vizepräsident für Studium und Lehre, begrüßte die „OER-Fans“ in gewohnter Manier, dieses Mal allerdings via Video-Botschaft und wünschte einen angeregten Austausch. Dabei betonte er die Bedeutung von OER für den gesamten Bildungsbereich und die Notwendigkeit, eine Strategie für deren Einsatz an der TUK weiter gemeinsam auszubauen. Dies spannte kurz den Bogen zum ersten Runden Tisch, an dem es ja explizit um die Strategie der Hochschulen ging. Die dort gemachten Diskussionsergebnisse wurden vom eTeaching Service Center der TUK in einem Kurzvideo aufbereitet, welches den Teilnehmenden kurz gezeigt wurde:

Danach gab Juniorprofessorin Mandy Schiefner-Rohs dem interessierten Publikum einen Überblick zum Verlauf des Projekts und den Erfahrungen, die das OER-Team der TUK bei ihren Workshops an Schulen im Umkreis und dem eigenen OERlab-Raum in der Zentralbibliothek sammeln konnten. Es zeigte sich, dass die Angebote zwar wahrgenommen wurden, in der Ausgestaltung allerdings auch auf Hürden stießen: So ist es für Studierende herausfordernd, sich neben dem Studium auch noch der Erstellung von OER zu widmen, und auch Lehrenden an den Schulen fehlt oftmals die Zeit dazu, das eigene Handeln zu reflektieren und sich auf neue Perspektiven einzulassen.

Gemäß dem Motto „Was können wir schon – Was brauchen wir noch“ stellt Dr. Martin Verlage, Geschäftsführer der KL.digital GmbH vor, welche Maßnahmen und Projekte sich in der Region schon gebildet haben bzw. was in Kaiserslautern bisher an Bildungsprojekten über die Hochschule(n) hinaus umgesetzt wurde (beispielsweise die Teilnahme am Digitale Stadt Wettbewerb der Bitcom und die damit verbundene enorme Unterstützung der Stadtbevölkerung in den sozialen Netzwerken). Er verwies auf die Komplexität, die mit den Themen Bildung und Offene Materialien einhergeht – Prozesse, die eine Neuerung im Bildungsbereich bedeuten (wie die Digitalisierung oder Offene Bildung) sind aus seiner Perspektive unbedingt dynamisch zu denken und bedürfen ständig neuer Impulse und Perspektivwechseln.“ Es sei darüber hinaus wichtig, viele verschiedene Akteur*nnen im Boot zu haben und den ständigen Austausch zu fördern. Die OERlabs boten mit dem Runden Tischen, den Seminaren und den mobilen Labs in der Schule dabei eine Möglichkeit, genau diesen Austausch immer wieder anzuregen.

Zum Schluss der Veranstaltung hatten die Gäste Gelegenheit sich, platziert an Pinnwänden, Eindrücke von den verschiedenen „OER-Schauplätzen“ anzusehen, die im Rahmen des Projekts entstanden sind. So gab es Sammlungen zu „OER in der Lehrer*innenbildung“, „OER in der Hochschulbibliothek“, „OER an der TUK“, und „OER@RLP“. Auf symbolträchtigen Pusteblumen wurden Ideen und Anmerkungen festgehalten, die vom OER-Team der TUK bearbeitet werden und zu einer weiteren Untersuchung des Themas beitragen sollen.

Als ersten Eindruck kann festgehalten werden: Die Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung sehen Openess und OER als Chance – in diesem Zusammenhang werden der Abbau von Vorurteilen, Wertschätzung und Austausch sowie Teilhabe genannt. Ebenso wird Offene Bildung und OER als Chance für die eigene Region gewertet, dafür sei verstärkte Kooperation zwischen TUK und Stadt und Bildungseinrichtungen der Region und die Einbeziehung verschiedener Menschen und Lebensbereiche notwendig. Es kann also festgestellt werden, dass ein Bedarf zum Austausch besteht – eine gemeinsam Strategie könnte die Vorteile von OER für die Region bündeln und in die unterschiedlichsten Lebensbereiche tragen, vielleicht unter der Überschrift „Openess als Qualitätsmerkmal“.

Wie geht es nun weiter? Der Runde Tisch mit Bezug auf die Region sollte den Rahmen öffnen, die OERlabs auch in die Region zu tragen. Nachdem wir an Runden Tische OER in der Hochschule und in der Lehrer*innenbildung diskutiert hatten, war dies die Perspektive, die Rolle der Universität und der Lehrer*innenbildung in der Region zu adressieren. Die Ergebnisse des dritten Runden Tisches werden nun in gewohnter Manier aufbereitet und den Beteiligten zur Verfügung gestellt. Gleichzeitig werden die Lessons Learned zusammengefasst und dem Prorektor für Lehre übergeben werden. Zeitgleich entsteht gerade in der Zusammenarbeit mit der Universität zu Köln das Open Book, in dem unsere Erfahrungen zusammengetragen werden mit dem Ziel, eine Blaupause des OERlabs zu liefern, damit an vielen Orten neue OERlabs entstehen können.

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