OERlabs im Interview oder: die etwas andere offene Praxis

Handelt es sich eigentlich um eine offene Praxis, wenn vor Veröffentlichung eines Interviews rekapituliert wird, welche Inhalte Gegenstand des Gesprächs waren? Wer weiß! Auf jeden Fall freuen wir uns als OERlabs sehr über das Interesse an unserem Projekt und über den Artikel zum Projekt, der im Magazin der Universität zu Köln (online, ggf. auch in der Printvariante) erscheinen wird.

Im Gespräch mit der Presseabteilung der Universität zu Köln ging es zunächst um unseren Begriff von Offenheit und das damit verbundene Verständnis von Open Education, das für das Begreifen der Diskussion sicherlich wesentlich ist. Schnell kamen wir auch auf unser Verständnis von E-Learning zu sprechen, das sicherlich im engen Zusammenhang mit der OER-Debatte zu sehen ist, aber doch etwas anderes adressiert: So geht es gegenwärtig in der OER-Debatte vorwiegend um digitales Unterrichtsmaterial, das in unterschiedlichen Lehr-Lernszenarien zum Einsatz kommen kann. Der Begriff E-Learning nimmt zumindest prinzipiell auf, dass Lehren und Lernen mit Medien in unterschiedlicher Weise erfolgen kann und richtet sich damit auf die Gestaltung von Unterricht. Allerdings, das wissen wir auch, wird mit dem Begriff E-Learning oft das heimische LMS verstanden.

An einer Stelle unterscheiden sich die Diskussionen aber doch, nämlich in der (praktischen) Anwendung von Medienrecht und dem zugehörigen Professionswissen über Medien und Urheberrecht. Denn ein CC-Verweis allein regelt nicht, ob sämtliches Material tatsächlich frei weitergegeben werden darf. Stattdessen muss sehr genau im Auge behalten werden, welche Inhalte eigentlich zur Materialproduktion verwendet wurden bzw. werden. Doch OER bleibt nicht auf der Produktionsseite stehen, sondern soll im Kern zur Veränderung (Remix-Culture) anregen. Dass dafür wiederum umfassende technisch-funktionale und kritische Medien- und Informationskompetenzen vonnöten sind, dürfte klar sein. Doch wie kann man diese sinnvollerweise entwickeln? Unser Motto lautet: Hilfe zur Selbsthilfe, was in medienpädagogischen Kontexten oft zugrunde gelegt wird.

Last but not least kamen wir auf unser Verständnis von Laboren zu sprechen, dass und wie diese nämlich „aussehen“. Vor allem in Köln ist diese Frage spannend und herausfordernd zugleich: Wir schaffen nämlich eher Bildungsgelegenheiten als gänzlich neue Orte. Dazu gibt auch unser GMW-Artikel Aufschluss, auf den abschließend verwiesen sei.

Creative Commons LizenzvertragGerne weiterverwenden! Dieser Artikel (Text) ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz. Der Urheber soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Sandra Hofhues für oerlabs.de

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