GehOERen Tablets in den Unterricht?

Die Tür zum OERlabs Raum in der Bibliothek der TU Kaiserslautern, dekoriert mit OERlabs-Plakat

Mit der „Nacht die Wissen schafft“ in Kaiserslautern, den Multistakeholder-Dialogen in Köln sowie Kaiserslautern und dem ersten „OERlab intensiv“ in Kaiserslautern, können die letzten Monate mit Fug und Recht als betriebsam bezeichnet werden. Zudem besuchten wir, die Tutor*innen der OERlabs an der TUK, die Netzwerkschulbesuche in der Region mit den mobilen OERlabs.
In den OERlabs der letzten Semester traten Studierende mit dem Wunsch Tablets einzusetzen an uns heran. Leider kam keines der Studierendenprojekte in dieser Form zum Tragen. Die Netzwerkschulen lassen das Thema Tablets im Unterricht ebenfalls stellenweise als Fortbildungsbedarf anklingen. Ein Blick in die Tabletpraxis rheinland-pfälzischer Schulen war demnach angebracht. Mit dem Medienzentrum Westpfalz konnten wir kompetente Partner für eine Tabletschulung gewinnen, die das Thema Tableteinsatz und OER geschickt verbunden hat.
Die dreistündige Schulung fand im Rahmen der OERlabs am 20.April im OERlab-eigenen Raum in der Universitätsbibliothek der TUK statt. Mit von der Partie waren natürlich außer den hauptsächlich studentischen Teilnehmer*innen auch die drei Tutor*innen der OERlabs.
Die Gespräche während und nach der Schulung offenbarten die eine oder andere Hürde für die Erstellung und Verbreitung offener Bildungsressourcen durch Tablets. Tablets und ihre Apps werden eher als geschlossenes System begriffen. Die mehr oder weniger stark spezialisierten Apps bieten Einsatzmöglichkeiten für unterschiedliche Unterrichtssituationen. Damit ist das Material aber auch über die Kanäle vieler Apps verteilt. Für die Teilnehmenden war es schwer nachzuvollziehen, wie erstelltes Material voll funktionsfähig außerhalb der lokalen Cloud zugänglich gemacht werden kann. Erstellt man Material, so geschieht dies in einer App für diese App und die Datei wird mit wenigen Klicks für die Klasse freigegeben. Das Einsammeln der fertigen Aufgaben funktioniert ähnlich.
Innerhalb eines solchen Unterrichtsablaufs sehen die Lehrkräfte kaum Sinn darin, Material mit Externen zu teilen.
Dennoch werden OER in einem solchen Prozess auch „durch die Hintertür“ behandelt- zum Beispiel, wenn Videos und Grafiken in einer App als OER kombiniert und veröffentlicht werden.
Alles in allem war das OERlab intensiv für die Teilnehmenden ein Gewinn für die eigene Kompetenz in Sachen Tableteinsatz und Materialerstellung in der Schule, auf den nun sicherlich aufgebaut werden könnte, wenn es um die weitere Verbreitung von OER an der eigenen Schule geht.

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